Man nehme (2 Personen): 2 Kaninchenkeulen / oder Läufe
Durchwachsener Bauchspeck vom Schwein
1 Zwiebel, gewürfelt
30 g Karotte, gewürfelt
30 g Sellerie, gewürfelt
150 ml Hühnerbrühe
1 EL Tomatenmark
1 EL Creme Fraiche / oder süße Sahne
150 ml Rotwein, halbtrocken
1 Knoblauchzehe
Öl zum Anbraten
Salz, Pfeffer, Paprikapulver
1 Lorbeerblatt
4 Knödel
1/2 Glas Rotkohl / oder frisch
1 Apfel
Etwas Zitronensaft
2 EL Zucker
Nelken
Zubereitung:Die Kaninchenkeulen in einer Pfanne von allen Seiten scharf anbraten. Die Keulen herausnehmen und dann Zwiebel, Karotte, Sellerie und die durchgedrückte Knoblauchzehe in die Pfanne geben. Das ganze solange dünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Dann mit der Hühnerbrühe aufgießen, das Tomatenmark dazugeben und je nach persönlichem Geschmack mit Salz, Pfeffer und Paprika abschmecken. Ich empfehle allerdings an dieser Stelle etwas stärker zu würzen.
Den Ofen zwischenzeitlich auf 180 Grad vorheizen. Die Kaninchenkeulen in einen verschließbaren Bräter geben und jeweils 2-3 hauchdünne Scheiben vom Bauchspeck darauf verteilen. Den fertigen Fond aus der Pfanne, sowie ein Lorbeerblatt mit in den Bräter geben. Den Bräter verschließen und in den vorgeheizten Ofen stellen. Nach maximal einer Stunde sollte das Kaninchen durch und sehr zart sein.
Während das Kaninchen brät, einen Apfel schälen (am besten Boskop) und in Würfel schneiden. Zusammen mit dem Rotkohl und ein wenig Wasser zum kochen bringen. Zitronensaft und ein paar Gewürznelken dazugeben und mit Zucker süßen. Eine süß-säuerliche Note ist perfekt. Das Ganze so lange kochen bis die Apfelstücke zerkocht sind. Die Knödel nach Packungsanleitung zubereiten.
Wenn das Kaninchen fertig ist, den restlichen Fond durch ein Sieb in einen kleinen Topf gießen (das Gemüse kann auch gerne noch mal püriert werden). Mit dem Rotwein aufgießen, Creme Fraiche (oder die Sahne) unterrühren und mit Salz und Pfeffer je nach Geschmack würzen. Zum Schluss mit Soßenbinder andicken. Die Keulen währendessen noch mal abgedeckt in den ausgeschalteten Ofen stellen, damit sie nicht kalt werden.
Die Kaninchenkeulen zusammen mit den Klößen und dem Rotkohl auf einem Teller anrichten. Soße darübergeben und sofort servieren.
Guten Appetit!
P.S.: Man könnte sagen ich bin auf den Hasen gekommen... naja... aufs Karnickel. Seit ich mal Argentinische Hasenpfanne probiert habe, bin ich zumindest auf den Geschmack gekommen. Dank dem lieben Spike, der ja gelernter Koch ist und mir auch noch beratend zur Seite stand beim Rezept, habe ich es nun für Euch hier gepostet. Ich habe mir sagen lassen, das heiße Heidelbeeren dazu ebenfalls noch ein Gedicht sein sollen. Und für die Leute die keinen Rotkohl mögen gibt es auch noch die Abwandlung mit Rosenkohl. Genau das selbe gilt auch für die Klöße. Es können stattdessen auch Kartoffeln gereicht werden. Wer mag kann auch noch einen kleinen Zweig Rosmarin während des Bratens zu dem Kaninchen geben. ABER nicht vergessen die Reste nachher wieder aus dem Fond zu nehmen, bevor er weiterverarbeitet wird!
Dieses Rezept kann auch mit einem kompletten Kaninchen oder mit Hasen anstatt Kaninchen nachgekocht werden!